Wir waren auf einer Studienreise oder LIFE und Erfahrungsaustausch
28. 11. 2019
Welttag der Feuchtgebiet
2. 2. 2020

Projektstatus Ende 2019

Die letzten Monate des Projekts waren durch eine schrittweise Verlagerung von der Schreibtischvorbereitung zur praktischen Umsetzung gekennzeichnet. Für vier Standorte (Malý Bor, Pod Skelnou, Nové Údolí a Smrkový vrch) wurde bereits „ihre“ Umsetzungsfirmen ausgewählt. Mit Ausnahme von Smrkový vrch wurden auch Vorarbeiten durchgeführt, die hauptsächlich aus dem Fällen von jungen Bäumen bestanden, die dicht an den Rändern der Entwässerungskanäle wuchsen. Die Arbeiten wurden vom Winter und vor allem von den Schutzvorschriften für besonders geschützte Arten unterbrochen. Wegen des Auerhuhns ist es im Winter an vielen Stellen nicht möglich, die Flächen zu betreten, geschweige denn dort laut zu arbeiten. An drei weiteren Orten – Stožecká, Devítka und Gerlova Huť – wurde im Herbst zumindest ein Teil der Sukzession entfernt. Dieser Wälder mussten wir buchstäblich mit Handschuhen anfassen – die Bäume und die Hiebsflächen wurden so ausgewählt, dass die Wälder nicht für den Wind geöffnet wurden, der sie umwerfen könnte, aber doch für die Sonne, deren Licht dem bis dahin vom dichten Fichtenbewuchs unterdrückten Torfmoos in seiner Verbreitung helfen wird.

Für weitere Standorte – Devítka, Gayerrück, Gerlova Huť, Střelecký průsmyk und wahrscheinlich einige andere – wird der Auftragnehmer im Winter ausgesucht. Wenn Sie eine Baufirma mit Erfahrung in der Revitalisierung betreiben, zögern Sie nicht, sich für öffentliche Ausschreibungen zu bewerben.

Die Arbeiten an 29 Projektdokumentationen, die die Umsetzung der Revitalisierung umfassend beschreiben, sind bereits abgeschlossen. 9 weitere Standorte werden an die Planungsunternehmen vergeben (und die Arbeiten werden in Kürze beginnen). Die letzten fünf, die sich hauptsächlich im Süden und Osten des Böhmerwalds befinden, werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben. Fazit: Alle 43 Orte auf der tschechischen Seite des Böhmerwaldes haben oder werden in absehbarer Zukunft Unterlagen zur Revitalisierung vorweisen können.

Im Herbst war das Wetter sehr schön und wir konnten viele Veranstaltungen im Feld organisieren. Zum Beispiel eine viertägige Veranstaltung bei Haidmühle auf bayerischer Seite, an der 25 Studenten aus ganz Europa teilnahmen, einen Tag für Moore in Hučina, Kepelské Zhůří und Nové Údolí, einen Arbeitstag in Hučina mit dem studentischen Verein Arachne und eine Exkursion zu Mooren bei Nová Pec. Damit endet dieses Jahr, aber neue Veranstaltungen sind in Sicht. Die Vorträge Verlorenes und zurückgegebenes Wasser in der Infostelle Svinná Lada (bei Chalupská slať) und Kvilda im Februar und März haben bereits einen festen Termin. Die Termine der Exkursionen und Moortage finden Sie im Veranstaltungskalender ab Mai. Zusätzlich wurden wir von einer Reihe von Verbänden, Pfadfinderorganisationen, Schulen und Unternehmen angesprochen, die sich an den Arbeiten beteiligen möchten, und wir überlegen, wie wir dies am besten umsetzen können.

Im Herbst wurde das Monitoringnetzwerk fertiggestellt – insgesamt 23 Hygrometer, 7 automatische Durchflussmesser und 17 Sonden (zwei in Bayern) zur Überwachung des Moorwasserspiegels wurden auf den Projektflächen installiert. Seit fast einem Jahr entnehmen wir einmal im Monat Wasserproben aus Bächen ausgewählter Standorte – insgesamt sieben davon. Wir sammeln die Daten und sobald es aussagekräftigere Erkenntnisse gibt, finden Sie diese hier und in unseren Vorträgen.

An vielen Orten berührt die Revitalisierung direkt oder indirekt Wiesen, die extensiv genutzt und gemäht oder beweidet werden. Ende des Jahres fanden eine Reihe von Treffen mit Landwirten statt, die Land gepachtet haben. Gemeinsam suchten wir nach Wegen, um die Erfordernisse der Revitalisierung (hauptsächlich Überfahrten und mögliche vorübergehende Lagerung von Material) mit der Beweidung und dem Mähen in Einklang zu bringen. Nach der Revitalisierung wird ein kleinerer Teil der Grundstücke so vernässt, dass die landwirtschaftliche Nutzung hier nicht mehr möglich und das Überwachsen von Flächen durch Bäume nicht mehr verhindert werden müssen. Solche Orte werden nicht mehr genutzt und bleiben der Natur überlassen.

 

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