Das Übereinkommen über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung wurde von den ersten Staaten am 2. Februar 1971 in der iranischen Stadt Ramsar unterzeichnet – das „Ramsar-Übereinkommen“  schafft einen Rahmen für den weltweiten Schutz und die weise Nutzung aller möglichen Arten von Feuchtgebieten.


Das Übereinkommen über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung wurde von den ersten Staaten am 2. Februar 1971 in der iranischen Stadt Ramsar unterzeichnet – das „Ramsar-Übereinkommen“  schafft einen Rahmen für den weltweiten Schutz und die weise Nutzung aller möglichen Arten von Feuchtgebieten.

Die Tschechische Republik hat insgesamt 14 Feuchtgebiete in die gemeinsame „Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung“ aufgenommen, und es ist kein Wunder, dass dazu das 1990 registrierte Gebiet RS (Ramsar Site) 1 „Moore im Böhmerwald“ gehört. Zusammen mit den „Mooren von Krušná Hora“ (Kruschnahora) und den Feuchtgebieten von Dolní Podyjí ist es eines der größten in der Tschechischen Republik (über 10 000 ha).

Das Ramsargebiet „Moore des Böhmerwaldes“ bildet einen zusammenhängenden Komplex von Berg- und Talfeuchtgebieten auf Torfböden mit dem Charakter von nördlichen Tundrainseln, deren Fauna und Flora sehr spezifisch sind. Sie beherbergen viele seltene Arten, von denen viele als Gletscherrelikte bezeichnet werden können – Überreste der Eiszeit. Erwähnenswert sind einige seltene Seggen (Carex paupercula, C. pauciflora, C. limosa, C. chordorrhiza, C. diandra usw.), fleischfressende Sonnentaue (Drosera anglica, D. rotundifolia) oder das in Fichtenmoorwald vorkommende Kleine Zweiblatt (Listera cordata). Eine große Anzahl von wirbellosen Tieren wird durch Libellen (z.B. Aeschna subarctica, Somatochlora alpestris usw.), Schmetterlinge (z.B. Pediasia truncatella, Colia palaeno usw.), Spinnen oder den Hochmoorlaufkäfer (Carabus menetriesi) dargestellt. Zu den größeren Tieren zählen das Auerhuhn (Tetrao urogallus) oder das Birkhuhn (Tetrao tetrix) und seit kurzem auch der Graue Kranich (Grus grus). Eines der am stärksten gefährdeten Tiere in der Moldau ist die Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera).

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